Vorstellung unserer Wahlkandidaten
Mein Name ist Thomas Lohmann. Ich bin Neurologe, Psychiater und Psychosomatiker. Nach Tätigkeiten in privaten und öffentlichen psychiatrisch-psychosomatischen Kliniken arbeite ich mittlerweile schwerpunktmäßig in eigener Praxis in Rastatt. Seit vielen Jahren bin ich berufspolitisch aktiv, da für mich das Wesen des ärztlichen Selbstverständnisses durch Freiheit und Eigenverantwortlichkeit bedingt ist. Nicht nur hinsichtlich der Therapiefreiheit, sondern auch bezüglich der ärztlichen Selbstverwaltung. Die Liste sprechende Medizin setzt sich seit ihrer Gründung vor über 40 Jahren für die Stärkung der Arzt-Patienten Beziehung und ein ganzheitliches Verständnis von Krankheit ein. Über viele Jahre förderten wir in Ausschüssen und im Vorstand der Bezirksärztekammer diese Anliegen und konnten zusätzlich Verbesserungen für die ärztlichen Arbeitsbedingungen und die Weiterbildungen erzielen. Wir wollen so weitermachen. Wichtig ist mir persönlich dabei auch der Erhalt ärztlicher Selbstverwaltung in der Bezirksärztekammer Nordbaden. Die negativen Folgen für Mittelbaden als Folge des aufgezwungenen Projekts der Umstrukturierung des Fahrdienstes durch die zentralisierte KV zeigen, wohin eine Schwächung der Bezirke führt.
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Professor Benedict Fritzsching: Ich bin Kinder- und Jugendarzt in Heidelberg und Mitglied der Sprechenden Liste – gerade weil die Sprechende Liste unabhängig vom Fachgebiet allen Kolleginnen und Kollegen offensteht und unsere Region in besonderem Maß vertritt.
Mir ist wichtig, dass unsere Mitgestaltungsmöglichkeiten nicht zunehmend an die Landesärztekammer verlagert werden. In meinem Arbeitsalltag in Heidelberg engagiere ich mich ehrenamtlich im Vorstand der Ärzteschaft sowie für Nordbaden im Weiterbildungsausschuss der Bezirksärztekammer.
Weniger Bürokratie, dafür mehr Austausch über Fachgebiete und Generationen hinweg – das halte ich für entscheidend, um gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden. So gewinnen wir mehr Zeit für unsere eigentliche Kernaufgabe: eine gelungene Arzt-Patienten-Beziehung.
Dafür setze ich mich in unserer Region ein.
Mein Name ist Heinke Rau. Seit 2001 führe ich meine hausärztlich-internistische Praxis, seit 2016 ergänzt durch den Bereich Psychotherapie. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht der Mensch mit seiner Geschichte, seinen Fragen und Bedürfnissen. Ich engagiere mich für die sprechende Medizin, weil ich überzeugt bin, dass Zuhören und Zeit die Grundlage jeder guten ärztlichen Behandlung sind.
Mein Name ist Folkert Fehr. Kinder im Mittelpunkt ist das Motto der Gemeinschaftspraxis Kinder- und Jugendmedizin, in der ich seit 2002 arbeite. Im Schwerpunkt Neuropädiatrie beschäftigen mich besonderts Entwicklungs- und Aufmerksamkeitsstörungen in der Begleitung von Familien in allen Lebensphasen des Kindes. In der ärztlichen und interprofessionellen Aus- Weiter- und Fortbildung möchte ich eine kindzentrierte, empathische Medizin vermitteln.
Mein Name ist Elisabeth Daikeler. Ich bin Ärztin für Psychiatrie
und Psychosomatische Medizin.
In den 80er Jahren habe ich mich im Rahmen der Psychiatrieenquete politisch sehr engagiert, um psychisch kranken Menschen eine adäquatere und wohnortnahere Behandlung zu ermöglichen.
Seit vielen Jahren bin ich mit der Liste Sprechende Medizin in der Bezirksärztekammer Nordbaden engagiert.
Ich war zwei Wahlperioden im Vorstand der BÄK, in etlichen Ausschüssen und jetzt noch im Beirat der Fortbildungsakademie NB und in der Beratung für Ärzte in Not „KAÄB“ und „Ärzte haben Grenzen“ tätig.
Heute vor dem Hintergrund sich ständig verändernder Rahmenbedingungen engagiere ich mich weiterhin für die Liste Sprechende Medizin, weil ich möchte, dass in unserer ärztlichen Selbstverwaltung das Ziel verfolgt wird, weniger Partikularinteressen, sondern das Interesse der gesamten Ärzteschaft und unserer Patienten zu vertreten, da wir nur, wenn wir uns einig sind, dieses erreichen.
Hierbei ist mir die dezentrale Arbeit in der Bezirksärztekammer wichtig, da wir vor Ort für die Kollegen ansprechbar und tätig sein wollen.
Detlef Lorenzen:
Arzt für Allgemeinmedizin und Arzt für Psychosomatische Medizin in eigener Praxis in Heidelberg.
Ich bin seit den 90er Jahren Mitglied der Sprechenden Medizin und aktiv in Ärztekammer und KV für die gleiche Gewichtung von seelischen und körperlichen Anteilen im ärztlichen Gespräch. Ich bin derzeit Vertreter der Bezirksärztekammer Nordbaden und Mitglied in den Ausschüssen Ärztegesundheit und zu Angelegenheiten für ausländische Ärzte und Patienten der Bezirkskammer, Auf Landesebene Mitglied der Vertreterversammlung und in den Ausschüssen für Suchtmedizin und für Klima und Umwelt. Weiter bin ich Delegierter des Deutschen Ärztetags.
Ich, Birgit Bentz, bin Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin (DGPT) und arbeite in eigener Praxis seit 2012. Mein Weg führte mich über den Facharzt der Inneren Medizin in mein jetziges Tätigkeitsfeld. Ich engagiere mich für die Sprechende Medizin, weil „das Wort das berührt (W. Kämmerer)“, unsere Beziehung zu den Menschen, wie wir sie mit unseren Worten erreichen, der Boden all unseres therapeutischen Wirkens ist.
Ein weiteres Anliegen ist mir die Vereinbarkeit des Arztberufs mit Fürsorgearbeit, sowohl für andere (Kinder, ältere Eltern, Ehrenamt, usw.) als auch die Selbstfürsorge, um in unserem Beruf nachhaltig mit Engagement und Freude arbeiten zu können.
Berufspolitisch war ich in der vergangenen Wahlperiode als Mitglied in der Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg , der Vertreterversammlung der Baden-Württembergischen Versorgungungsanstalt und im Arbeitskreis „ÄrztInnen, Beruf und Familie“ tätig.
Mein Name ist Marcel Sena-Pritsch; ich bin niedergelassener Kinderarzt seit 2013 in einer Gemeinschaftspraxis. Als Vater von 3 Kindern liegt mir die Vereinbarkeit vom Arztberuf und Familie mit allen Aspekten, sehr am Herzen. Auch dass unser Berufsstand weiterhin gut vernetzt ist und man sich auf Augenhöhe begegnet. Ohne Sprechen keine Medizin, darum trete ich in Mannheim für unsere Liste ein.
Niklas Schurig:
Ich bin in einer Hausarztpraxis in Rastatt niedergelassen und vor Ort aktiv in der Organisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie bei der Durchführung von unabhängigen CME-Fortbildungen sowie auf Kammerebene im Fortbildungsausschuss und als Gutachter/Prüfer.
Meinen zweiten Schwerpunkt habe ich als langjähriger Vorstand bei MEZIS e.V., einer Ärzte-Initiative, die den Einfluss der Pharmaindustrie auf die Ärzteschaft reduzieren will.
Ich setze mich dementsprechend auf allen Ebenen für unabhängige ärztlichen Fortbildungen ein und arbeite unter Anderem im Team von Leitlinienwatch.de mit, einem Portal welches medizinische Leitlinien unter dem Aspekt der Transparenz und Unabhängigkeit beleuchtet.
Mein Ziel und Schwerpunkt sind somit qualitativ hochwertige ärztliche Fortbildungen und eine leitlinien-nahe und breite Aus- und Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses.
Mein Name ist Maren Springmann; seit 2025 bin ich niedergelassene Neurologin in Karlsruhe. Zuvor war ich als Klinikärztin über viele Jahre aktiv im Marburger Bund tätig. Mir ist wichtig, dass ambulante und klinische Medizin Hand in Hand gehen. Nur wenn beide Bereiche vernetzt sind, können Patienten*innen optimal versorgt werden. Dafür brauchen wir Zeit und Personal, weniger bürokratische Hürden, klare Strukturen und eine faire Vergütung. Unser Gesundheitssystem ist im Wandel und gemeinsam müssen wir Lösungen für eine patientenorientierte, zukunftsfähige Medizin entwickeln.
Mein Name ist Johannes Daikeler, ich bin Arzt in Weiterbildung für Innere Medizin in Karlsruhe. Ich engagiere mich seit 2023 für die Liste Sprechende Medizin, weil ich will, dass auch in Zukunft die Gremien der Ärztlichen Selbstverwaltung basisdemokratisch besetzt werden können. Aktuell bin ich im Arbeitskreis ,,Junge Kammer" der Bezirksärztekammer Nordbaden sowie ab Mitte 2026 in der Vertreterversammlung der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt aktiv.
Tätigkeitsbericht Junge Kammer 2025
Durch unseren Einsatz enstanden
Ärztliche Gesundheit
- Entwicklung und Umsetzung von Beratungssystem für Ärzt*Innen
- Hilfe für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte
- Kollegiale Ärztliche Anonyme Beratung
- Ärzte haben Grenzen
Ausländische Ärzte und Patienten
- Anregung von und Arbeit in Gremien und Initiativen zur Unterstützung der Integration von ausländischen Kolleginnen und Kollegen
- Verbesserung der Versorgung von Ausländischen Bürger*Innen
Notfalldienstreform
- Wir engagieren uns in der konkreten Gremien- und Organisationsarbeit zum Erhalt und zur Verbesserung der Notfallstrukturen
Umwelt
- Wir haben erreicht, dass der CO² Abdruck der Ärztekammern erfasst wird, wir arbeiten auf eine Reduktion des CO² Abdrucks dieser hin
Soziales
- Förderung der Psychosomatischen Fortbildung der niedergelassenen Kolleg*Innen
- Ärztefortbildungen unabhängig von der Industrie machen
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf: die Weiterbildung zum Facharzt ist auch dank uns in Baden-Württemberg in bis zu 30%iger Teilzeit möglich