Alle vier Jahre finden die Ärztekammerwahlen in Baden-Württemberg statt. Die nächste Wahl findet im November 2026 statt.
Kammerwahl 2026 - Landesärztekammer Baden-Württemberg (Infos zum Ablauf)
Es handelt sich um eine Briefwahl. Die Stimmzettel werden von der Ärztekammer an Ihre Adresse versandt. Die Stimmzettel müssen bis 12.11.2026 an die Ärztekammer zurückgesendet werden. 

Unsere Liste aus niedergelassenen und Krankenhausärzt*Innen aller Fachrichtungen in Nordbaden stellt ihr Wahlprogramm vor:  

Seit 40 Jahren kämpft die Liste Sprechende Medizin für die Stärkung der Arzt-Patienten-Beziehung. Die Beziehung zwischen Ärzt*innen und Patient*innen ist die Basis jeder medizinischen Tätigkeit. Wir bleiben dabei:

  • Kranke sind Menschen, die Rat und Hilfe suchen, keine Kunden. Gesundheit ist keine Ware. Ärztliche Tätigkeit ist nicht nach industriellem Vorbild normierbar.  


  • Es braucht Zeit, um neben den somatischen Faktoren auch die sozialen und psychischen Ursachen, Begleiterscheinungen und Folgen von Krankheiten mit zu berücksichtigen. Diese Zeit muß in Krankenhäusern und in der ambulanten Versorgung eingeplant und vergütet werden.


  • Prävention und Gesundheitsförderung sind schon immer Aufgabe ärztlichen Handelns gewesen. Wir setzen uns seit Jahrzehnten und auch in Zukunft für den Erhalt einer gesunden Umwelt ein. 



Seit 40 Jahren arbeitet die Liste Sprechende Medizin für den Erhalt der Selbstverwaltung der vier Bezirksärztekammern und wendet sich gegen Zentralisierungstendenzen der Landesärztekammer in Stuttgart. Regionale Entscheidungen sind der beste Schutz gegen Bürokratie:

  • Die zentralisierte KV mit ihren bürokratischen Verfahren und ihren über den Kopf-Entscheidungen gegen die Wünsche vor Ort – z.B. das „Pilotprojekt Mittelbaden im Fahrdienst der Notfallversorgung“ - zeigen, wie es nicht sein sollte. 


  • Wir sind über 20.000 Ärztinnen und Ärzte im Bezirk Nordbaden. Wir Ärztinnen und Ärzte wissen, wo der Schuh drückt und kennen die Kolleginnen und Kollegen in der Region. Lösungen finden wir vor Ort.


  • Die Selbstverwaltung der Bezirke wird nur erhalten, wenn wir dies wollen und dafür kämpfen.



Seit 40 Jahren engagiert sich die Liste Sprechende Medizin in der Weiterbildung. Wir wollen die neue Weiterbildungsordnung nutzen, um:

  • Eine gute Verzahnung von ambulanten und stationären Weiterbildungsangeboten zu erzielen, u.a. durch Förderung von Weiterbildungsverbünden. Dies läßt sich auf Bezirksebene am sinnvollsten umsetzen.


  • Die Vereinbarkeit von Familienplanung und Weiterbildung verbessern.


  • Neue Technologien, welche die Weiterbildung vereinfachen, in der Weiterbildung zulassen und ausbauen.



Viele unserer Anträge zu mehr Engagement im Klimaschutz erhielten in den Vollversammlungen auf Landes- und Bezirksebene sowie beim Deutschen Ärztetag bereits Mehrheiten. Seitdem werden Umweltschutzanliegen in allen Abläufen und Entscheidungen mitberücksichtigt. Wir wolle daran anknüpfen und weiterhin dafür eintreten, daß die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen für die Gesundheit unserer PatientenInnen in Lehre und Forschung sowie bei medizinischen Entscheidungen zur Prävention und Therapie mitbedacht wird. 

 

In unserer Liste arbeiten Ärztinnen und Ärzte aus der stationären und aus der ambulanten Versorgung mit unterschiedlichsten medizinischen Spezialisierungen zusammen. Wir nutzen diese Erfahrungsvielfalt, um uns in der Ärztekammer für die Belange unsere Kolleginnen und Kollegen zu engagieren. In den letzten Jahren: 

  • In der Landesärztekammer in den Ausschüssen Notfallversorgung, Ärztliche Weiterbildung, Fortbildung, Kinder und Jugendliche, Medizinische Ausbildung und Hochschule, Prävention und Umwelt, Ärztliche Gesundheit und Prävention sowie Suchtmedizin. U.a. konnten in Zusammenarbeit mit anderen in der neuen Weiterbildungsordnung eine gute Verzahnung von ambulanter und stationärer Weiterbildung ebenso wie Verbesserungen bei der Weiterbildung in Teilzeit und erstmals die Erteilung von Weiterbildungsermächtigungen in Teilzeit erzielt werden. Eine Vereinfachung für den Erwerb psychosomatischer und psychotherapeutischer Kompetenzen war uns ein Anliegen, für das wir Mehrheiten gewinnen konnten. Gleiches gilt für das Thema pharmafreie Fortbildungsveranstaltungen.

 

  • In der Bezirksärztekammer Nordbaden arbeiten wir in den Ausschüssen Ärztliche Gesundheit und Prävention, ÄrztInnen - Beruf und Familie, Ausländische Ärzte und Patienten, Weiterbildung, sektorenübergreifende Versorgung, Junge Kammer, Haushalt und in der Kommission Ärztegesundheit mit und stellen ein Mitglied im Vorstand. Durch uns wurde die Kollegiale Anonyme Ärztliche Beratung (KAÄB) als kostenloses Beratungsangebot eingerichtet und aufrechterhalten. Als Ausdruck unseres kollegialen Verständnisses stellen wir die ehrenamtlichen Berater bei KAÄB und „Ärzte haben Grenzen“. Wir sind federführend bei der Versorgung von Flüchtlingen in den Landeserstaufnahmestellen aktiv. Wir initiierten in der Fortbildungsakademie ein Curriculum über psychosomatische Aspekte verschiedener Krankheiten, welches sich gezielt an hausärztlich und anders fachärztlich tätige Kolleginnen und Kollegen richtet.  

 

  • In den Kreisärzteschaften sind wir direkt vor Ort aktiv, z.B. bei den kommunalen Gesundheitskonferenzen, in der Fortbildung, beim Engagement für kollegiale Treffen, als Ansprechpartner.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und geben Ihre Stimmen der Liste Sprechende Medizin.